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Was ist der Unterschied zwischen Bio und Demeter?

Schon oft wurden wir nach dem Unterschied zwischen Bio und Demeter gefragt. Es gibt einige. Der Grundsatz der biologischen Landwirtschaft, unabhängig der Label, ist das Arbeiten in Einklang mit der Natur. Auf Biobetrieben wird so gearbeitet, dass natürliche Lebensräume von Pflanzen und Tieren geschützt und gefördert werden. Zudem sind soziale Aspekte, also das menschliche Zusammenleben und –arbeiten, ein wichtiger Bestandteil biologischer Landwirtschaft. Flaora bietet Fleisch von Bio- und Demeterhöfen an. Beide Zertifizierungen bauen auf gemeinsamen Grundsätzen auf, unterscheiden sich aber deutlich in der praktischen Umsetzung.

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Weniger und besseres Fleisch, was noch?

Aus meiner Tätigkeit in der Fleischvermarktung kann ich aufkommende Trends ein bisschen beobachten. Wenn sogar die Branchenorganisation den Slogan von „Alles andere ist Beilage“ zu „Der Feine Unterschied“ ändert, muss da was dran sein. Qualitätsbewusste Konsumenten sind bereit für fachmännisch verarbeitetes und gereiftes Fleisch von ganzheitlich verwerteten Tieren aus artgerechter Haltung und Fütterung gut zu bezahlen. Einerseits soll weniger und besseres Fleisch konsumiert werden. Andererseits steigt weltweit die Nachfrage nach ‚Billigfleisch’ (sprich Massenproduktion). Die Umweltbelastung ist gross, der Ruf nach Wandel wird lauter. Welche Alternativen gibt es nebst Qualitäts- und Billigfleischproduktion? Und was bedeuten sie entlang der Wertschöpfungskette für Konsumenten, Verarbeiter und Produzenten? Heute versuche ich ein grobes Bild wiederzugeben:  Pflanzliches Eiweiss Tofu, Tempeh und Co. versprechen auf pflanzlicher Basis Proteine...

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Zum Jahr des Bodens jetzt für nachhaltige Fleischproduktion stimmen!

2015 ist das Jahr des Bodens, nicht des Plättli-, Torten- oder Beckebodens, sondern des Erdbodens. Wo ist der Zusammenhang dieses Bodens zur nachhaltigen Fleischproduktion? Der Boden ernährt die Tiere durch Gras, sie sorgen im Gegenzug mit Mist dafür, dass der Boden fruchtbar wird. Jahrhundertelang weideten von Europa bis weit nach Asien wilde Bisons und Auerochsen und sorgten dafür, dass die Erde mit Pflanzen bereichert wurde, indem sie den Boden düngten. Heute können sogar karge Gebiete in Amerika, Afrika oder anderen Teilen der Welt mit Weidehaltung wieder fruchtbar gemacht werden. Auch auf dem Niederried arbeiten wir mit höchster Sorgfalt mit Boden und Tieren. Und was ist genau der Vorteil der Weidehaltung für uns Menschen? Fakt ist die Tiere liefern weit mehr als...

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Die letzten Herbsttage

Itze isch er vrbi, dr Herbst! D’Chüeh u d’Chauber, d’Ross, d’Schaf hei die letschte Weidetäg gnosse. Wos denn aber znass isch worde, si sie gärn i Stall cho! Hie chö sie iche u usse wie sie wei. Im töife Strouh ga liege, im grosse Loufhof enang chräbele oder o d Hierarchie nöi festlege, ga Heu u Silo frässe. Es isch es schöns Zueluege, we d’Tier eso zfriede si. D’Ross trainiere mir no, bis de nächst Wuche dr Schmied chunnt, aui Ise abnimmt u d’Huef ushout. Denn hei sie Winterferie bis afangs März u dörfe zwüschdüre vom Loufhof uf d’Weid. U mir tüe d’Hüüser renoviere, Deckäst schniede, Brönnhouz spaute... Aus nätürlech mit üsne betreute Mitarbeiter. U ja d’Tier, um die chunnt...

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We Feed No Food

Was heisst das "We feed no food"? Heute wird rund ein Drittel der weltweiten Getreideernten an Tiere verfüttert. Damit werden Milchkühe und Fleischrinder zu direkten Nahrungskonkurrenten des Menschen - Biobetriebe nutzen das in der Schweiz zur Verfügung stehende Raufutter optimal und schaffen so Mehrwerte für Konsumenten und die Landwirtschaft. Beispielsweise bringt Biomilch, die mit möglichst wenig Kraftfutter produziert wurde, einen klaren sozialen und ökologischen Mehrwert, ohne die Tiergesundheit und Fruchtbarkeit der Milchkühe zu beeinträchtigen. Schweizer Biomilchbauern verfüttern zwischen 300 und 400 Kilo Kraftfutter pro Kuh und Jahr, im Schweizer Durchschnitt werden etwa 700 Kilo Kraftfutter eingesetzt. In Europa sind es dagegen mehr als zwei Tonnen Getreide und Körnerleguminosen. Nicht unproblematischer ist der Kraftfuttereinsatz bei Fleischkühen. In der USA liegt der Anteil bei...

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